Challenge Samorin 2016

Max startete in der Slowakei bei der Challenge Samorin, hier ein Rennbericht aus erster Hand: Ein sehr nettes Event, das sich durchaus etwas mehr Starter verdient hätte. Auch wenn ich das Motto "Race like a Horse" etwas seltsam finde. Auf allen Vieren im Kreis rennen, wär jetzt net so ganz meins. Aber sonst: Top organisiert, kurze Wege und vor allem eine sehr coole Location: Die x-bionic sphere ist ein Multisport-Areal etwas südlich von Bratislava, also die slowakische Südstadt, wenn man so möchte. Nur halt ganz neu und entsprechend modern. Zum Bewerb: Schwimmen in der Donau war eigentlich sehr OK. Massenstart war bei knapp 300 Startern kein Problem. Ich hab mich eher außen orientiert, bin also sicher nicht die kürzeste Linie geschwommen, dafür gab es recht wenig Körperkontakt. Nach dem Schwimmen ging¥s erst einmal den doch recht steilen Abhang des Hochwasserdamms hinunter. Zu diesem Zeitpunkt war das zwar etwas abenteuerlich, auf den vier Laufrunden, an denen man dort auch vorbei kam, aber dann zunehmend schmerzhaft. Die Zeit wurde dann erst am Eingang zur Wechselzone gestoppt - die 35:11 waren also wohl eher eine niedrige 33er Zeit. Die Radstrecke war abgesehen von ein paar Unebenheiten in den Gassen von Samorin absolut flach. Die letzten 30 km waren allerdings trotzdem richtig zach, weil uns dann ein sehr kräftiger und ziemlich feuchter Wind entgegen blies. Auf den ersten 30 km (wo wir Rückenwind gehabt hätten), war das bestenfalls ein leichtes Lüftchen (beim Schwimmstart war's praktisch windstill). Deshalb waren die Radzeiten allgemein langsamer, als auf einer solchen Strecke zu erwarten gewesen wäre. Mit der 19. Radzeit bin ich dann als 25. vom Rad gestiegen. Beim Laufen wurde ich halt wie üblich durchgereicht. Abgesehen davon war die Laufstrecke aber sehr schön. 4 Runden kreuz und quer durch's Areal der x-bionic sphere - abwechslungsreich und kurzweilig (so kurzweilig ein Halbmarathon nach 1,9 km Schwimmen und 90 km Radfahren halt sein kann). Mit 1:54 bin ich das gelaufen, was ich mir vorgenommen hatte. Um die Platzierung nach dem Radfahren zu halten, müsste ich unter 1:30 laufen - des wird's in dem Leben nimmt spün. Mit 4:55 bin ich letztendlich trotz suboptimaler Bedingungen auf der Radstrecke unter 5 Stunden geblieben, was ich nur bei wirklich optimalen Bedingungen für möglich gehalten hätte. Im Ziel waren übrigens neben einem großzügigen Finisher-Buffet auch zwei Pools aufgestellt. OK, für normal temperierte Menschen ist das bei Temperaturen unter 20 Grad eher uninteressant. Michael H. hätte vermutlich den Rest des Nachmittags darin verbracht. Ein kleiner Kritikpunkt sei aber auch noch angebracht, der jene Athleten betrifft, die keine Jahreslizenz haben. Während man in Ö mit 6 Euro plus einer Unterschrift eine Tageslizenz lösen kann, kostet das in Samorin neben den 10 Euro für die Tageslizenz auch noch 25 Euro für einen zwar umfangreichen aber imo weitestgehend überflüssigen medical check. Naja... Aber abgesehen davon war das schon ein sehr nettes Wochenende. Ich weiß nicht, ob ich nächstes Jahr wieder die Halbdistanz machen werde, aber es gibt ja am Samstag auch Sprint und Olympische Distanz. Einen der Bewerbe werd ich wohl auch im nächsten Jahr wieder einplanen. Max wir gratulieren Dir zu dieser Spitzenleistung!!!

Das Ergebnis im Detail

Halbdistanz (1,9k/90k/21,1k):

Markus Burkert

Schwimmen: 35:11 - Wz1: 01:57 - Radfahren: 2:22:03 - Wz2: 02:05 - Laufen: 1:54:30
Gesamtzeit: 4:55:22 Gesamtplatzierung 85 / 294

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